Logoverbot an Deutschen Schulen
Leider gibt es mit dem Pit Bull Schriftzug an einigen Schulen massive Probleme. Allerdings muß auch erwähnt werden, daß die überwiegende Anzahl von Schulen und deren Personal sich tolerant verhält. Zur Zeit gibt es rund 80 Schulen, an denen das Pit Bull Logo nicht gerne gesehen oder gar verboten ist. An alle diese Schulen haben wir den unten aufgeführten Brief gesendet, jedoch von nicht einer Schule Rückantwort erhalten. Allem Anschein nach versuchen hier einige Lehrer und Rektoren auf unserem Rücken ihre eigene politische Karriere zu forcieren. Die meisten der Schulen, die versuchen uns zu diskriminieren, sind in Nordrhein-Westfalen ansässig. Im Raum Köln erteilte ein sehr motivierter Direktor einem Schüler einen schriftlichen Tadel, weil dieser einen Pit Bull Pulli trug. Die couragierte Mutter jedoch nahm sich anwaltliche Hilfe. Und siehe da: Nach Anordnung des Regierungspräsidiums Köln mußte dieser Rektor den Tadel zurücknehmen. Wie positiv! Diesen betreffenden Herrn Direktor, der übrigens behauptet, die Unterschrift einer unserer Gesellschafter gleiche der Adolf Hitlers, grüßen wir hiermit: "Hallo Blödkopf, als Pädagoge leider völlig versagt. Ein Berufswechsel oder eine längere Sozialtherapie würde wenigstens noch Charakter zeigen."
Kundeninformation
Frankfurt, im Jahre 2002
Diese Briefchen schicken wir an die Schulen, die unser Logo diskriminieren. Obwohl schon oft versendet, hat noch nie einer geantwortet. Der Wahrheit läßt sich nun mal nichts entgegen setzen.
Aber Hallo Hr. Lehrer,
Einige Schüler Ihrer Schule berichten mir, daß Schüler von Produkten aus unserem Hause diskriminiert und mit Vorurteilen belegt werden. Dabei geht es wohl wieder um Extremismus und Fremdenfeindlichkeit.
Erlauben Sie mir dazu eine Fragestellung. Was verstehen Sie denn unter rechtsextrem?
Alles jenseits der SPD? Nach dem Motto: "Bild dir deine Meinung". In der Mathematik lernte ich damals in der Algebra, daß ein Extrempunkt immer stark eingeengt und begrenzt ist. Ist ein FDP-Politiker in Bezug au einen PDS-Funktionär nicht auch extrem?
Nämlich extrem liberal? Oder ein Grüner zur CDU extrem ökologisch? Alleine schon aus logischen Überlegungen zeigt sich, daß die Begrifflichkeiten "radikal" und "extrem" vollkommen irreführend sind, da sie nicht objektiv nichtwertend bzw. differenzierend beurteilen können.
Das können nur Sie, indem Sie auf ganz plattem Wege versuchen, uns und unseren Kunden irgendeine auf Vorurteilen beruhende Fascho-Nazi-dritte-Reich-Geschichte anzukleben.
Das allerdings, ohne uns oder unsere Firma zu kennen.
Und genau das hatten wir schon mal im dunklen Zeitalter des dritten Reiches, daß Menschen vorverurteilt wurden an Ihrem Äußeren, ihrer Religion, ihrer Herkunft, ohne sie zu kennen. Das Schlagwort: "Das sind welche" hat ausgereicht damals wie heute.
Und die, die es riefen wähnten sich auch im Recht zu sein, ebenfalls damals wie heute.
Dazu stelle ich fest: In meiner Firma liegt der Ausländeranteil bei 50 Prozent. Hierbei handelt es sich um Personen aus Serbien, Mazedonien, Spanien, Türkei und auch ein Farbiger ist dabei, der im Übrigen auch die Position des "Radikalenbeauftragten" innehat und auch ausschließlich Textilien mit Pit Bull Logo trägt. Der Name Pit Bull bezeichnet eine amerikanische Hunderasse und Amerika ist doch unser gesellschaftliches Leitbild schlechthin. Es steht doch für Freiheit, Unabhängigkeit, Toleranz und friedlichem Miteinander verschiedenster Kulturen. Bei uns manifestiert sich das besonders im ganz deutlichen Markenbewußtsein. Levi's Jeans, Nike, LA Gear, Tommy Hilfiger wären da einige Beispiele. Diese Marken werden allerdings nicht gleich mit dem Indianer Genozid assoziiert .Das im glorreichen Amerika das Wahlrecht für Schwarze erst 1965 eingeführt wurde, würde auch niemals öffentlich diskutiert werden.
Meiner Ansicht nach steckt in den Begriffen "Deutscher Schäferhund" oder "Rauhhaardackel" wesentlich mehr Extremismus als in Pit Bull. Dessen Vorfahren wurden auch nicht als Wachhunde eingesetzt und in der Statistik für Beißunfälle liegt er ganz deutlich hinter dem HUSKY oder den "deutschen" Rassen mit starker Hundehalterlobby.
Wenn Sie sich berufen fühlen etwas gegen einen Mißstand zu unternehmen, warum tun Sie dann eigentlich nicht etwas Sinnvolles? Der Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung, amnesty international oder diverse Umweltschutzverbände bieten doch durchaus auch hübsche Plattformen um sich zu profilieren und gesellschaftliche Anerkennung zu erhaschen.
Ich kann da Ihre Handlungsweise auch bei "extrem" gutem Willen nicht nachvollziehen. Für Ihre Schüler ist der Vollsuff ab dem sechzehnten Lebensjahr völlig legal (40.000 Tote durch Alkohol pro Jahr!), Pornografische Hardcore Filme sind nahezu völlig frei zugänglich. Gewaltexzesse im öffentlichen TV werden als "Unterhaltung" deklariert und wem das noch nicht reicht kann auf ein vielfältiges Angebot an Videofilmen zurück greifen, von Kettensägenmassaker bis Ritualmorden als Real-TV, alles dabei. Die Computerspiele, die Ihren Schülern mit verlockenden Brutal-Trailern angeboten werden, beinhalten auch bevorzugt das Thema "Töten & Schlachten".
Auch wenn man in einer sogenannten "christlichen" Gesellschaft mit "christlichen" Parteien Jesus als Hurensohn bezeichnet ist das straffrei und im besten Fall noch Kunst.
Aber ein T-Shirt mit Pit Bull Logo, das stellt in Ihren Augen ein öffentliches Ärgernis dar??????
Weiterhin bleibt zu hoffen, daß keiner unserer zahlreichen ausländischen Kunden Ihre intolerante Schule besucht. Wenn nämlich ein türkischer oder marokkanischer Schüler in Ihren Unterrichtsräumen weilt, könnten Sie schnell als "fremdenfeindlich" identifiziert werden, wenn Sie ihn mit Ihrer fadenscheinigen, kleingeistige Argumentation nach Hause schicken.
Hier in Frankfurt wird das Pit Bull Logo von vielen, vielen Marokkanern, Türken, Jugoslawen, Russen, Algeriern, Kambodschanern, Nigerianern, Kurden etc. getragen. Würden Sie denen auch Ihre rechten Vorurteile ankleben?
Meinem laienhaften Grundverständnis nach existiert weder in der Schulordnung noch im Schulverwaltungsgesetz ein entsprechender Passus, der Ihre Profilierungskampagne gegen uns legitimiert. Ich denke da eher an § 5 der Schulordnung "Unparteilichkeit der Schule" oder § 36 "Meinungsfreiheit des Schülers." Auch im § 18, der den Ausschluss vom Unterricht beinhaltet fand ich keine Grundlage für Ihre Argumentation. Ihr Verhalten ist übrigens deckungsgleich mit Lehrern und Rektoren der ehemaligen DDR, dort wurden auch Schüler mit "Westklamotten" nach Hause geschickt.
Nach wie vor würde mich auf jeden Fall interessieren, worauf Sie den Haß gegen uns begründen.
Aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit fällt Ihnen nichts anderes ein, als mit diesem Brief sich an alle möglichen Institutionen zu wenden, die "rechtliche Schritte" gegen uns unternehmen "müssen".
Und obwohl Sie in Ihrem Halbtagsjob mit reichlich Ferien durchaus über viel Zeit verfügen, werden Sie mir höchstwahrscheinlich auch nicht antworten. Sie legitimieren das für sich persönlich mit dem Argument: "Mit diesen Rechtsradikalen stelle ich mich nicht auf eine Stufe, und setze mich auch nicht auseinander". Interessant zu erfahren wäre, ob Sie Ihr von Vorurteilen durchsetztes Niveau, in kritischer Selbsteinschätzung, ÜBER oder UNTER dem unsrigen ansetzen würden?
Na ja, der Wahrheit läßt sich halt nicht viel entgegen setzen und als Zeichen, daß Sie nur Vorurteile aber keine Argumente haben, werden Sie schön auf "Nicht-Erkennen" machen.
Ich appelliere jedenfalls an Sie und Ihr Kollegium ein wenig mehr Toleranz auszuüben denn Diskriminierungen, egal welcher Art, werden das Demokratieverständnis Ihrer Schüler eher erschüttern als untermauern.
Gruß aus Frankfurt
Achim Langer & Kaya Budak
Und jetzt kommt Ihr!!! Falls Ihr selber von der Schulthematik betroffen seid, teilt dies uns mit. (Die Adresse findet Ihr auf der 3. Seite). Wir werden dann dem Direktorat den hier abgebildeten Brief ohne eure Namensnennung zusenden. Vertraulichkeit ist garantiert!!!